Von Leopold III zu Leopold III

Nachdem die Schlacht um Germanien weitgehend von den Römern aufgegeben worden ist (9n. Chr wurden durch Arminius und seine Anhänger 3 römische Legionen vernichtet) wurden römische Kastelle entlang von Rhein und Donau aufgestellt (der Donaulimes entstand). Es ist geschichtlich nachgewiesen, dass rund um 41 n. Chr. in Klosterneuburg unter Kaiser Claudius ein Kastell bekam – manche Quellen sprechen wie etwa die „Chronik von Österreich“ von Asturis, jedoch neueren Quellen zu Folge ist damit Zwentendorf gemeint. 396 n. Chr. waren bei uns die Markomannen (ein Germanenvolk) beheimatet. Unter anderen der Heilige Severin war in unserer Gegend und ist mit seinem Stab sicherlich entlang der Römerstraße, der heutigen B14 gewandert und hat den Menschen hier gepredigt. Wenn Severin von der „versteckten Stadt“ redet (Quelle: Eugippius), die rasch Ihr Ende finden wird und dann nach Tulln wandert, würde die Vermutung nahe sein, dass mit der „versteckten Stadt Asturis“ eher das heutige Klosterneuburg gemeint ist und nicht Zwentendorf. Der Hl. Severin hat die Zerstörung der Stadt vorhergesagt und wirklich seitdem die Hunnen Mitte des 5 Jahrhunderts bei uns gewütet haben, ist geschichtlich nicht viel zu lesen. Die Hunnen, die Langobarden, die Awaren siedelten hier und schließlich wurde 793 durch Pippin, ein Sohn Karl des Großen, unsere Gegend befreit. Die Martinskirche (ein Zeichen für den damaligen Heiligen Martin von Tours) wurde damals errichtet. Wenig später wurde 976 unter Kaiser Otto II die Mark in Osten errichtet. Leopold I dafür verantwortlich gemacht, die Mark im Osten zu bewirtschaften und von den Magyaren zu befreien. Leopold I zog von Pöchlarn, nach Melk und dann nach Thunau (Gars am Kamp). Mit Leopold III errichtete der wohl berühmteste Babenberger eine Pfalz in Klosterneuburg – damals Nivvenburc genannt. In den „Klosterneuburger Gebet“ aus dem Gebetsbuch von Leopold III ist quasi das erste Zeugnis deutscher Prosa auf österreichischen Boden zu lesen. Quellen zufolge wurde auch das Nibelungenlied am Hof des Passauer Bischofs Wolfger von Erla verfasst. 1203 soll Walther von der Vogelweide bei uns gewesen sein. Das war ungefähr die Zeit, wo das Klosterneuburger Osterspiel entstand. In der Zwischenzeit wurde Chirchlingen zu eigenen Pfarre (1233). Die Chirchlinger waren zu dieser Zeit zwischen Leopold III dem Babenberger (dem Heiligen) und einem anderen Leopold III den Habsburger in Chirchlingen, dem Kierlingtal und später auch in Rastenberg zu Hause. In dieser Zeit wurde Nivvenburc zu Stadt (1298) und hieß später 1373 Closter Neuburg.

(Quellen: Die Chronik Österreichs: Prof. Walter Kleindel, Heimatbuch der Marktgemeinde Rastenfeld)

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