Graf Walter von Chling

Markgraf Leopold der III, der die Tochter Agnes von Kaiser Heinrich IV geheiratet hatte, zog sukzessive von Gars, nach Tulln und schließlich nach Klosterneuburg. Diese Pfalz war beim alten Römerkastell errichtet worden. Man stelle sich eine Burg im 12 Jahrhundert nicht, wie Greifenstein oder Kreuzenstein vor, aber man nutze sicherlich die vorherigen Mauern des Kastells und die Befestigungen für die Errichtung der Pfalz. Diese Pfalz des bayrischen Grafen, Walter von Chling „erbte“ der Markgraf Leopold III von diesem Grafen Walter von Chling, diese Burg. Laut Recherchen des ehemaligen Stiftsarchivars DDr. Röhrig, hat dieser begonnen nordwestlich der geplanten Stiftskirche über dem Abhang des Kierlingtales eine neue Residenz zu bauen. Die Grafschaft Chling, auch oft Kling geschrieben, ist östlich von Wasserburg am Inn in Bayern. Lt. GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE (Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 20  ). Etwa zur gleichen Zeit tauchten auch die Herren von Chirchlingen auf. Tiemo von Chirchlingen (1108) 

Walter von Chling stammt aus einem bayrischen Adelsgeschlecht, welches einerseits mit den RAPOTONEN und andererseits mit den Formbacher verwandt ist. Walter von Chling ist zwischen 1110 und 1115 gestorben.