Stift klagte Kierling

ulricusVonChirchlingen

Ulricus de Chirchlingen

Solche Schlagzeilen gehören eher in die Boulevardpresse. Keine Angst, es ist schon sehr lange her, dass der Stift Kierling in Rom angeklagt hat, aber es tatsächlich so passiert. Die Herren von Chirchlingen hatten damals noch keinen Pfarrer in Kierling, so errichteten sie eine Kapelle in Ihrer hiesigen Wohnung, die vermutlich in der Burg war, wo heute das Pfarrhaus steht. Sie schnappten sich einfach einen Priester und dieser spendete in dieser Kapelle die heiligen Sakramente. Eigentlich war Kierling im Pfarrgebiet von St. Martin und gehörte zum Stift Klosterneuburg. Heute rund 800 Jahre später gehört die Pfarre zum Stift. Damals wurde Probst Marquard II das Treiben zu viel und so wurde schließlich Klage in Rom eingebracht. Das war im Jahr des Herren 1223. Papst Honorius III bestellte eine Kommission und diese verbat weitere pfarrliche Rechte in Kierling auszuüben. Erst 1233 bat Ulrich von Chirchlingen Probst Conrad I, doch pfarrliche Rechte in Kierling ausüben zu dürfen.

Dieser gewährte diese in einer bekannten Urkunde, die auch mit dem Siegel der Herren von Chirchlingen versehen ist.

SiegelChirchlingen

Siegel Chirchlingen

Daraus entstand schließlich auch das Kierlinger Ortszeichen

KierlingerOrtszeichen

Kierlinger Ortszeichen

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