NÖN: Eine Zeitreise in die Vergangenheit

In der aktuellen Ausgabe der NÖN Klosterneuburg ist ein halbseitiger Artikel über eine „Zeitreise in die Vergangenheit“ von chirchlingen.at zu finden.

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NÖN Artikel über Chirchlingen.at Ausgabe 13.1.2016

Wir bedanken uns bei der interessierten Lokalredakteurin Claudia Wagner und auch bei Christoph Hornstein der die Lokalredaktion in Klosterneuburg leitet. Falls sie schon Karten für den Business Ball am 23.1.2016 in der Babenbergerhalle in Klosterneuburg ergattern konnten, dann können sie Christoph Hornstein auch mit seiner Band Primetime beklatschen und dazu tanzen. Im Großen Saal spielt er zum Wirtschaftsball in Klosterneuburg viele Stunden beste Tanzmusik. Die Redaktion von chirchlingen.at freut sich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

 

 

1683 im Kierlingtal

Rund um den 9. September 1683 wurde vom Lager in Tulln, das Entsatzheer unter der Führung von König Johann III. Sobieski, durch das Tal in Richtung Wien geschickt. Die Truppen mit Geschützen, Reiterei und Fußsoldaten wählten mehrere Wege. Einer der wichtigsten Wege führte über das Kierlingtal Richtung Kahlenberg. Die Gegend war von den umhergezogenen Janitscharen und Horden schwer verwüstet worden. Quellen (z.B. Klosterneuburg: Die Katastralgemeinden, Floridus Röhrig, Gustav Otruba, Michael Duscher, Seite 315) berichten von abscheulichen Morden z.B. am damaligen Schuldirektor Johann Ulrich Schirer und seinen drei Kindern (aus dem Sterbebuch Kierling, 1648 – 1774, Bild Nr. 2-Tod_26). Die Sterbebücher sind online im Internet verfügbar, allerdings ohne Übung schwer zu lesen (www.matricula-online.eu). Die ehemalige Römerstraße, die heutige B14, bot den Truppen entlang des Kierlingbachs die nötige Unterlage.

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Tafel B14, Blick ins Tullnerfeld

Die schweren Geschütze wären durch das Hagenthal kaum auf den Kahlenberg geschafft worden. Die obere Stadt war damals von den Türken zwar schwer gezeichnet, doch durch den Einsatz des Priesters Wilhelm Lebsaft und Bruder Marcellin Ortner, sowie Bartholomäus Widmann konnte die obere Stadt den nötigen Schutz bieten. Erst Tage zuvor war ein schwerer Angriff der Türken durch Oberst Donat Johann Heißler abgewehrt worden. Am 12. September 1683 konnten die Türken dann vernichtend geschlagen werden und Wien war gerettet.

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Blick vom heutigen Leopoldsberg – dem damaligen Kahlenberg. Dieser wurde 1693 umbenannt und der Josephsberg wurde zum heutigen Kahlenberg

Türkenmarterl

Türkenmarterl

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Die Denksäule wurde zur Erinnerung an die Ermordung einer Wiener Familie durch die Türken im Jahre 1683 errichtet (Lenaugasse)

333 Jahre sind seither vergangen, jedoch die stummen Zeugen dieser Vergangenheit sind noch immer präsent. So auch das Türkenmarterl von Maria Gugging, welches beim EVN Heizwerk steht, oder auch der Türkenbrunnen in der Hundskehle. In der Oberen Stadt erinnern die Wilhelm Lebsaft Gasse und die Ortnergasse an die Helden von damals. So hat das Kierlingtal und auch die Obere Stadt eine große strategische Bedeutung bei der Befreiung Wiens gespielt. 262 Jahre später – am 6. April waren es nicht die Geschütze des Entsatzheeres, sondern 40 Panzer der Roten Armee, die denselben Weg nutzten um auf Wien zu marschieren. Ob Marschall Tolbuchin die Befreiungsstrategie des Entsatzheeres von Jan Sobieski studierte ? Fest steht, dass nach der Befreiung Wiens und den schrecklichen Kämpfen und Schändungen während dieser Tage, dieser Marschall der Sowjets das Kierlingtal zu seiner Residenz gewählt hat. Er wohnte im Maital. Zeitzeugen berichten, dass viele russische Offiziere ebenfalls das Kierlingtal wählten, um in der Nähe des Marschals Фёдор Иванович Толбухин zu wohnen.

Glatteis im Kierlingtal

Gefrierender Nebel sorgte in den frühen Morgenstunden im Kierlingtal für rutschige Gehsteige und Straßenabschnitte. Ebenso morgen ist mit dieser Wetterlage zu rechnen, aber bereits am Dienstag ist Tauwetter angesagt. Bis zu 8 grad Celsius soll es als Tageshöchstwert am Wochenbeginn geben. Es sei nochmals auf den Gratisstreusplit der Stadtgemeinde Klosterneuburg hingewiesen. Dieser ist bis zu einer Gesamtmenge gratis vom Wirtschaftshof abzuholen.

Christbaumentsorgung Kierlingtal

Vom 7.1 bis zum 24.1 bietet die Stadtgemeinde Klosterneuburg wieder die Sammelstellen für die Christbaum-Entsorgung an. Danke an den Wirtschafthof

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Plaket Christbaum-Entsorgung

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Christbaum Sammelplatz Maital

zusätzlich bei der Weinpresse bei der FF-Kierling

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Christbaum Sammelplatz Feldgasse

In Maria Gugging sind diese bei der FF-Gugging und in der Franz Völker Straße, neben dem Billa

Die Chirchlinger

Die Chirchlinger werden in den Urkunden des 13. und 14. Jahrhundert erwähnt und waren Ministerialen der österreichischen Herzöge. Damals entstanden immer mehr sogenannte Ministerialenburgen. Durch Heirat und vermutlich auch kriegerische Handlungen kamen sie zu umfangreichen Gütern. So besaßen sie nicht nur Chirchlingen (das heutige Kierling), sondern Rastenberg (Gemeinde Rastenfeld), Niedernonsdorf, Gütenbrunn und Wiesenreuth (Waldhausen). Mit im Spiel der Macht waren unter anderen Ottokar II. Přemysl, Otto IV Markgraf von Brandenburg, König Friedrich der Schöne und natürlich der spätere Rudolf I, ab 1240 Rudolf der IV Graf von Habsburg. Die wohl bekannteste Schlacht auf dem Marchfeld trug ebenfalls zu Gewinnung von Ländereien bei. Es ist davon auszugehen, dass die Chirchlinger in diesen Schlachten (erfolgreich) teilgenommen haben, auf welcher Seite ist allerdings ungewiss, da die Chirchlinger zuerst unter dem Herzog Ottokar und später dann unter Rudolf dienten. Bei dieser Schlacht, auch unter dem Namen Entscheidungsschlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen in die Annalen einging wurde ein Schlußstrich unter das Kapitel Ottokar II gezogen. Dieser starb am 26. August 1276 auf dem Marchfeld bei Dürnkrut. Dietrich heiratete Gisala von Rastenberg und erst unter Herzog Albrecht von Habsburg wurde am 24. September 1382 der letzte Chirchlingerin Margarethe die Feste Chirchlingen und Rastenberg gegen ein 1200 Wiener Pfennige abgelöst.

Weiterer Bezug zu Kierling.

Attingen. so wird ein kleines Dörfchen, später Oetting genannt. Gegenwärtig steht dort der Weiße Hof. Damals wurde Attingen (Oetting) auf dem Berge hinter Kritzendorf und an dem Wege nach Hadersfeld erwähnt. Im Saalbuche wird Gottschalk von Attingen gelesen. (Cod. Trad. f. 12.)

Neujahrsempfang der ÖVP im Kierlingerhof

Heute ist um 17h in Kierlingerhof der Neujahrsempfang der ÖVP Kierling. Der Ortsparteiobmann STR Peter Mayer, Gemeinderätin und Wirtin Barbara Probst und unser Ortsvorsteher Hans Fanta laden zum Empfang.