Die Chirchlinger

Die Chirchlinger werden in den Urkunden des 13. und 14. Jahrhundert erwähnt und waren Ministerialen der österreichischen Herzöge. Damals entstanden immer mehr sogenannte Ministerialenburgen. Durch Heirat und vermutlich auch kriegerische Handlungen kamen sie zu umfangreichen Gütern. So besaßen sie nicht nur Chirchlingen (das heutige Kierling), sondern Rastenberg (Gemeinde Rastenfeld), Niedernonsdorf, Gütenbrunn und Wiesenreuth (Waldhausen). Mit im Spiel der Macht waren unter anderen Ottokar II. Přemysl, Otto IV Markgraf von Brandenburg, König Friedrich der Schöne und natürlich der spätere Rudolf I, ab 1240 Rudolf der IV Graf von Habsburg. Die wohl bekannteste Schlacht auf dem Marchfeld trug ebenfalls zu Gewinnung von Ländereien bei. Es ist davon auszugehen, dass die Chirchlinger in diesen Schlachten (erfolgreich) teilgenommen haben, auf welcher Seite ist allerdings ungewiss, da die Chirchlinger zuerst unter dem Herzog Ottokar und später dann unter Rudolf dienten. Bei dieser Schlacht, auch unter dem Namen Entscheidungsschlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen in die Annalen einging wurde ein Schlußstrich unter das Kapitel Ottokar II gezogen. Dieser starb am 26. August 1276 auf dem Marchfeld bei Dürnkrut. Dietrich heiratete Gisala von Rastenberg und erst unter Herzog Albrecht von Habsburg wurde am 24. September 1382 der letzte Chirchlingerin Margarethe die Feste Chirchlingen und Rastenberg gegen ein 1200 Wiener Pfennige abgelöst.

Weiterer Bezug zu Kierling.

Attingen. so wird ein kleines Dörfchen, später Oetting genannt. Gegenwärtig steht dort der Weiße Hof. Damals wurde Attingen (Oetting) auf dem Berge hinter Kritzendorf und an dem Wege nach Hadersfeld erwähnt. Im Saalbuche wird Gottschalk von Attingen gelesen. (Cod. Trad. f. 12.)

Schreibe einen Kommentar