Chalwenberge

Ritter Rudolph von Chalwenberge, war ein Zeitgenosse von Ulrich von Chirchlingen Anfang des 13 Jahrhunderts. Beide dienten dem Herzog Leopold VI, dem Glorreichen und hatten vermutlich Kontakt. Der Chalwenberge, der heutige Leopoldsberg war schon seit Urzeiten ein strategischer Punkt an einem der östlichsten Punkte des Wienerwaldes. Von hier hat man eine herrliche Aussicht und kann fremde Heere schon kilometerweit sehen oder die Donauschifffahrt kontrollieren. Wer Herr über den damaligen Kahlenberg war, der hat de facto gewonnen. Leopold der III, unser Markgraf und Landespatron lies hier eine Burg errichten in der er selbst im November 1136 starb. Die Burg wurde stets von großen Herrschern verwendet und erst 1529 durch die Türken so schwer verwüstet, dass sie schließlich abgetragen wurde. 1679 wütete die Pest in der Gegend und so wurde durch Leopold I hier eine Kapelle errichtet, die dann 1683 wieder von den Türken schwer beschädigt wurde. Schließlich wurde sie wieder hergerichtet und 1693 offiziell geweiht. Das war auch der Zeitpunkt, wo aus dem Kahlenberg der Leopoldsberg wurde und aus dem Josephsberg der heutige Kahlenberg.

Am 15. Juli machte eine frühmorgendliche Wolkenstimmung deutlich, wie schön diese Kirche und Burg liegt.

Sonnenaufgang Leopoldsberg

Sonnenaufgang Leopoldsberg

Wenn man diesen herrlichen Anblick mit Stillschweigen genossen hat, so geht es wieder zurück, entweder über die Nas’n zum Kahlenbergerdorf, oder zum Parkplatz. Von hier kann man erahnen, wie 1683 möglicherweise der Ausblick auf die türkischen Heere und Zelte waren und das eingeschlossene Wien ausgesehen haben mag.

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Blick vom Leopoldsberg auf Wien

Es ist unverständlich, warum die Türken diesen strategischen Punkt nicht besetzt hatten. Unter anderen waren es dann die ukrainischen Kosaken, denen hier ein Denkmal errichtet worden ist, die Wien befreit haben.

20160715_UkrainischeKosakenDenkmalLeopoldsberg

Ukrainische Kosaken

 

 

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